Mittwoch morgens stürmten 24 Schüler mit ihrem Klassenlehrer Herrn Freckmann auf das Gelände des Technischen Hilfswerks
(THW) Ludwigsburg in Grünbühl. Die Klasse 6 b der Ludwig-Heyd-Schule aus Markgröningen war von den ehrenamtlichen
Helfern eingeladen worden, um sich über die Arbeit der aktiven Helfer (ab 18 Jahren) und der Junghelfer (ab 10 Jahren)
zu informieren. Im Vordergrund standen die Pumpen der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen, die bereits bei mehreren
Hochwasser-Einsätzen (z.B. Elbe-Hochwasser, Oder-Hochwasser) ihre Leistungsfähigkeit beweisen konnten. Außerdem
führten die vier Helfer des THW Ludwigsburg einige Geräte der Bergungsgruppen vor. Die Schüler durften aber auch
selbst mit anfassen und einige Geräte unter Aufsicht ausprobieren.
Nachdem der Gerätekraftwagen I, der Beleuchtungskraftwagen, der LKW Pumpen und ein vorbereiteter Trümmersteg besichtigt
wurden, ging es auch schon an die Geräte.
Mit dem Greifzug wurde mittels einer Umlenkrolle ein Verletzter aus dem 1. Stock gerettet. Am Gesteinsbohrhammer
probierten die Schüler aus, wie hart eine Stahlbetonplatte ist. Beim Versuch der Schüler, eine Eisenbahnschiene mit
der Metallsäge zu bearbeiten, entstand nur ein kleiner Kratzer, während der Trennschleifer („die Flex“) die Schiene
mit großem Funkenflug bewältigte. Mit den Hebekissen gelang es den Schülern, einen schweren Stahlpfeiler mühelos rund
37 cm anzuheben. Das Hydraulische Rettungsgerät („Schere-Spreizer“) wurde vorgeführt, indem ein Helfer eine
Baustahlmatte mit der Schere zerschnitt und mit dem Spreizer auseinander drückte. Das Notstromaggregat anzulassen
und mit der Zahnstangenwinde ein Betonteil anzuheben, machte den Sechstklässlern mindestens ebenso viel Spaß. Nachdem
mehrere Schlauchleitungen verlegt wurden, kam eine Pumpe zum Einsatz, mit der die Schüler Wasser von einem Becken in
ein anderes pumpten.
Während des fünfstündigen Besuches wurden natürlich auch Pausen eingelegt. Die Würstchen und Getränke fanden ebenso
großen Anklang wie die Vorführungen.
(18.06.2004)