Vor fast genau einem Jahr wurde die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des THW Ortsverbandes Ludwigsburg zum Hochwassereinsatz nach
Sachsen entsandt, wo sie 14 Tage in der Stadt Riesa an der Elbe im Dauereinsatz war. Aufgrund des erhöhten Grundwasserspiegels
und dem Höhenunterschied in der Stadt konnte das Wasser nicht mehr alleine in die Elbe zurückfließen. In Riesa waren ein
EU-Getreidelager, die gesamte Kläranlage, etliche Straßenzüge und viele Gartenwohnlagen betroffen.
Die letzte zum damaligen Zeitpunkt noch arbeitende Großwäscherei für Krankanhauswäsche konnte durch massiven Pumpeneinsatz
vor der Überflutung bewahrt werden und so ihren Betrieb dauerhaft aufrecht erhalten.
Als der Einsatz nach 14 Tagen offiziell beendet wurde, musste die Einheit die Heimreise antreten.
Da die letzte Einsatzstelle im Stadtteil Poppitz zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen war,
entschloss man sich dazu, mehrere Tauchpumpen mit hoher Literleistung, Schlauchmaterial, Elektrokabel und
Bauverteiler der örtlichen Feuerwehr leihweise zu überlassen.
Um diese Gerätschaften abzuholen, und um die Stadt nach der großen Flut zu besichtigen, fuhren dieses Jahr
Helfer des Ortsverbandes mit dem MLW für zwei Tage erneut nach Sachsen. Dadurch konnte auch die entstandene Kameradschaft
mit der dortigen Feuerwehr, die das ganze Jahr über telefonisch und schriftlich gepflegt wurde, vertieft werden.
So wurde bei dem Besuch über die Ereignisse während der Jahrhundertflut und über die Aufräum- und Aufbauarbeiten berichtet.
Zwar wurde schon vieles instandgesetzt, jedoch haben die Menschen noch viel Arbeit vor sich bis alle Schäden beseitigt sind.
Nach Angaben der Feuerwehr Riesa waren die Pumpen des THW Ludwigsburg noch mehrere Wochen im Einsatz und kamen auch
im Jahre 2003 bei weiteren kleineren Elbe-Hochwassern zum Einsatz. Dies ist auch der Grund, weshalb die Helfer des
Ortsverbandes Ludwigsburg erst fast ein Jahr nach der Jahrhundertflut die Feuerwehr Riesa besuchten.
(12.08.2003)