Früher hatten die meisten Polizeikontrollen den Zweck, alkoholisierte Kraftfahrer zu ermitteln und aus dem Verkehr zu ziehen.
Heute liegt der Schwerpunkt der Kontrollen eher bei Drogen als bei Alkohol. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass bei
der Kontrolle des Polizeireviers Ditzingen in der Nacht vom 16. auf den 17. August der Schwerpunkt der Kontrolle die Suche
nach Drogenkonsumenten war, da die Zahl der Unfälle unter Drogeneinfluss im vergangenen Jahr um über 10 Prozent gestiegen ist.
Insgesamt wurden von der Ditzinger Polizei in dieser Nacht 104 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei wurden vier Verstöße gegen das
Betäubungsmittelgesetz aufgedeckt. Außerdem wurden ein gestohlener Motorroller und ein gestohlener PKW sichergestellt.
Jeweils ein Autofahrer war ohne Führerschein, mit zuviel Alkohol im Blut oder mit gefälschten Kraftfahrzeug-Kennzeichen
unterwegs. Und auch zwei Beamtenbeleidigungen werden ein Nachspiel haben.
Auch bei dieser nächtlichen Kontrolle hat das Polizeirevier Ditzingen erneut auf die bewährte Unterstützung durch das Technische
Hilfswerk aus Ludwigsburg zurückgegriffen. Insgesamt fünf ehrenamtliche Helfer waren mit dem Beleuchtungskraftwagen und dem
Mannschaftslastwagen ausgerückt. Der Beleuchtungskraftwagen verfügt über ein Notstromaggregat mit einer Leistung von 48 Kilowatt
und über einen Hydraulikmast mit zehn Metern Höhe und elf Halogenstrahlern mit jeweils 1.500 Watt. Der Mannschaftslastwagen wurde
eingesetzt, um die Helfer und weitere Scheinwerfer und Stative zu transportieren.
An der ersten Kontrollstelle, unmittelbar bei der Autobahnanschlussstelle an der B 295 zwischen Ditzingen und Weilimdorf, reichte
bei einsetzender Dämmerung der Lichtmast des Beleuchtungskraftwagens zum Ausleuchten noch aus. Als dann aber die zweite
Kontrollstelle am Parkplatz an der B 10 Fahrtrichtung Schwieberdingen aufgebaut wurde, war es inzwischen stockfinstere Nacht
geworden. Da es jedoch weit und breit keine einzige Straßenlaterne gab, wurden zusätzlich zum Beleuchtungskraftwagen noch
weitere Scheinwerfer auf Stativen aufgebaut. Zusätzlich kam direkt an der B 10 der so genannte Powermoon zu Einsatz. Er
sorgt für ein gleichmäßiges, angenehmes und nahezu blendfreies Licht, wodurch der passierende Straßenverkehr nicht durch
grelles Flutlicht gestört oder gefährdet wird. Die 1.000 Watt starke Metalldampflampe ermöglicht tageslichtähnliche
Lichtverhältnisse (praktisch ohne Schatten) in einem Radius von 25 Metern.
(03.09.2007)
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