Auch Wasser kann gefährlich sein. Deshalb stand das diesjährige Schifferfest des Motor-Boot-Clubs
Benningen unter dem Motto „Tag der Sicherheit“.
Das Technische Hilfswerk (THW) war deshalb am 25. Mai beim Schifferfest in Benningen auch mit dabei.
THW-Helfer aus Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen wirkten bei der großen Schauübung mit und zeigten der
Bevölkerung einen Teil des THW-Leistungsspektrums auf dem Gelände des Motor-Boot-Clubs.
Außerdem stellten sich noch fünf andere Rettungs- und Hilfsorganisationen vor: Die Deutsche
Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Freiwillige Feuerwehr Benningen,
die Freiwillige Feuerwehr Marbach, die Wasserschutzpolizei und die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH).
Zahlreiche private Boote lagen am Steg. Ein großer Verpflegungsbereich sorgte für das leibliche Wohl der
Gäste. Am ADAC-Stand mit Gurtschlitten konnte jeder Besucher ausprobieren, wie sich ein Aufprall mit nur
elf Stundenkilometer anfühlt – natürlich mit angelegtem Sicherheitsgurt. Eine Hüpfburg und ein großer
Spielplatz sorgten dafür, dass auch die kleinen Besucher einen abwechslungsreichen Tag hatten.
Der Ortsverband Bietigheim-Bissingen zeigte seine Fachgruppe Wassergefahren, die mit ihren verschiedenen
Booten beispielsweise bei Hochwassereinsätzen einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung
leistet. Außerdem bauten die THWler aus Pontons eine Arbeitsplattform, die bei der Schauübung ein
brennendes Schiff darstellte.
Der Ortsverband Ludwigsburg zeigte nicht nur den Gerätekraftwagen I, die „Allzweckwaffe“ des THW. Auch
die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen war mit Hochleistungspumpen, die in einer Minute zwischen 500 und
5.000 Liter Schmutzwasser abpumpen, vertreten. Insgesamt kann die Fachgruppe mit ihrer gesamten Ausstattung
mehr als 30.000 Liter Wasser (entspricht etwa dem Volumen eines Tanklastzugs) in nur einer Minute pumpen.
Vor allem beim Jahrhunderthochwasser 2002 zeigten die Helfer, was das THW mit seiner Ausstattung leisten
kann. Auch die Führungseinheit des THW war mit dem Mannschaftstransportwagen, der beim THW zugleich auch
der Einsatzleitwagen ist, vertreten.
Der Höhepunkt des Tages war die große Schauübung. Ein brennendes Schiff, auf dem mehrere Personen verletzt
werden, war das Übungsszenario: Mehrere Verletzte treiben im kalten Wasser. Ein Augenzeuge ruft sofort 112
an. Nach wenigen Minuten treffen mehrere Boote und Fahrzeug an der Unfallstelle ein. Das Marbacher
Feuerwehrboot löscht das Feuer. Unterstützung kommt vom neuen Boot der Benninger Feuerwehr. Das DLRG-Boot
nimmt die schwimmenden Verletzten an Bord und versorgt sie. Außerdem helfen DLRG-Taucher bei der Rettung
mit. Abgesperrt wird die Einsatzstelle von einem Boot der Wasserschutzpolizei. Mehrere Rettungswagen des
DRK warten bereits am Ufer und übernehmen sofort die Versorgung der Verletzten.
(06.06.2006)
zurück